Steigende Gaspreise
Die Teuerungswelle flaut nicht ab – ständig erreichen uns neue Meldungen über steigende Benzin-, Strom- und Gaspreise. Und nicht nur das – auch andere Produkte, wie Lebensmittel oder gar Printmedien werden immer teurer.
Bald ist nicht mehr nur Autofahren ein Luxus der Oberschicht, sondern auch die Elektrizitätsversorgung. Nicht nur der Strompreis ist in den vergangenen Monaten erneut erhöht worden, auch der Gaspreis befindet sich derzeit auf Rekordniveau. Anfang Juli hatten rund 100 Gasversorger ihre Preise kräftig angehoben und in den nächsten Monaten wollen weitere Unternehmen nachziehen.
Zum September wollen weitere hundert Anbieter ihre Tarife um knapp 18 Prozent anheben, so die Spekulationen einiger Energieexperten. Ein Vier-Personen-Haushalt muss dann mit jährlichen Mehrausgaben von 236 Euro rechnen!
Nach Angaben des unabhängigen Verbraucherportals Verivox fallen die größten Preiserhöhung bei bei Ex-Monopolist RWE an. Der günstigste Tarif von RWE Westfalen-Weser-Ems steige um fast 30 Prozent. Auch Kunden von RWE Rhein-Ruhr müssten mit ähnlich drastischen Preissteigerungen rechnen. Bei einer 30prozentigen Preiserhöhung steigt die jährliche Gasrechnung eines Durchschnitt-Haushalts um sage und schreibe 376 Euro.
Bundeskartellamt überprüft Stichhaltigkeit der Gaspreis Erhöhungen
Angesichts der zum Teil fadenscheinigen Preiserhöhungen einiger Gasunternehmen prüft das Bundeskartellamt nun, inwieweit die Gaspreiserhöhung gerechtfertigt sind. Die Begründungen einiger großer Konzernsprecher seien bisher nicht stichhaltig. So liegen die Preiserhöhungen für den Verbraucher deutlich über dem Anstieg der Gasbezugspreise.
Überprüft wird nun, ob die großen Gasversorger ihre marktbeherrschende Position missbrauchen. Verbraucherzentralen rufen die Gaskunden dazu auf, derartige Preiserhöhungen nicht einfach hinzunehmen, sondern so lange den alten Preis zu bezahlen, wie das Unternehmen die Erhöhungen nicht exakt begründet hat.